Coronavirus: Zahl der Infizierten in Deutschland steigt laut Robert Koch-Institut langsamer


In Deutschland hat sich der Anstieg der Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus verlangsamt. Das Robert-Koch-Institut meldete am Sonntag 18.610 Infizierte. Das waren zwar 1948 Infektionen mehr als am Vortag.

Am Samstag war die Zahl der neuen Krankheitsfälle allerdings noch um 2705 im Vergleich zum Vortag gewachsen. Die Anzahl der Toten in Folge der Covid-19-Erkrankung belief sich laut des Instituts am Sonntag auf 55. Auch hier gibt es einen zumindest kurzfristigen positiven Trend: Von Freitag auf Samstag waren noch 15 Menschen der Krankheit erlegen, von Samstag auf Sonntag hingegegen nur neun.

Bereits am späten Samstag hatte es Meldungen gegeben, dass die Zahl der Infizierten die Marke von 20.000 überschritten hatte. Diese Zahlen wurden von der Johns Hopkins Universität veröffentlicht. Deren Zahlen und die, die das Robert Koch-Institut in seinen Berichten nennt, haben eine unterschiedliche Entstehungsgeschichte.

Zeigen die Einschränkungen Wirkung?

Die Johns Hopkins Universität in den USA hat keine offiziellen Stellen, auf deren Meldungen sie täglich warten müsste. Die Forscher suchen im Internet nach öffentlich zugänglichen Quellen und schöpfen dort die neuesten Zahlen ab. Das sind Internetseiten, aber auch Twitteraccounts von Behörden und Organisationen, oder auch Zahlen, die eine Internetcommunity von Medizinern in China ermittelt sowie Berichte lokaler Medien. Deshalb sind die Johns-Hopkins-Zahlen in der Regel den Zahlen des Robert Koch-Instituts ein wenig voraus. Das Robert Koch-Institut die vermeldeten Zahlen der verschiedenen Gesundheitsämter.

Unabhängig von der absoluten Höhe der Zahlen und deren Differenz scheint die Entwicklung positiv: sollte die Zahl der Infektionen auch in den nächsten Tagen zuück gehen, wäre das ein wichtiges Signal. Es würde zeigen, dass die teils drastischen Einschränkungen des Öffentlichen Lebens in Deutschland Wirkung zeigen.

Icon: Der Spiegel



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