MCH Group rechnet mit Umsatzeinbruch | Unternehmen Konsum


(AWP) Die Messebetreiberin MCH Group (MCHN 13.8 -1.08%) hat im vergangenen Jahr einen deutlich geringeren Verlust eingefahren als im Vorjahr. Für das laufende Jahr erwartet das Management wegen der Coronakrise einen Umsatzeinbruch von 30 bis 40%.

Das Unternehmen erzielte 2019 einen Umsatz von 445,2 Mio. Fr., was einem Rückgang von knapp 15% entspricht. Die geringeren Einnahmen seien in erster Linie eine Folge des schwächeren Messezyklus gewesen, teilte MCH Group am Donnerstag mit. So habe die Swissbau nicht stattgefunden. Zudem habe die Neuausrichtung der Baselworld und der Tochtergesellschaft Winkler Livecom zu einer Einbusse geführt.

Dennoch gelang MCH eine Verbesserung des operativen Gewinns auf Stufe Ebitda (22,1 Mio. Fr. nach 4 Mio.). Und unter dem Strich näherte sich das Unternehmen mit einem Verlust von 9,9 Mio. Fr. den schwarzen Zahlen an, nachdem in den beiden Vorjahren tiefrote Zahlen (2018: –190,4 Mio) resultiert hatten.

2019 seien keine weiteren ausserordentlichen Abschreibungen notwendig gewesen, heisst es dazu. Ausserdem seien die Restrukturierungskosten deutlich tiefer ausgefallen als im Vorjahr.

Stabilität nicht gefährdet

Die Zukunft sieht allerdings düster aus. So werde die Corona-Krise starke Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis 2020 haben, wird eingeräumt. Konkret wird mit einer Umsatzeinbusse von 130 bis 170 Mio. Fr. gerechnet – was im Vergleich zu 2019 einer Einbusse von 30 bis knapp 40% entspricht.

Seit Februar seien zahlreiche Messen und Events abgesagt oder verschoben worden, so MCH. Unter anderem wurde die diesjährige Uhren- und Schmuckmesse Baselworld abgesagt. Man arbeite intensiv daran, mit den betroffenen Kunden und Partnern «geeignete und faire Lösungen» zu finden, heisst es in der Mitteilung weiter. Es seien auch verschiedene Massnahmen zur Kostensenkung ergriffen worden.

MCH Group bekräftigt allerdings die vor wenigen Wochen gemachten Aussagen, dass die Stabilität des Unternehmens nicht gefährdet sei. «Wir haben eine starke Liquidität», lässt sich Verwaltungsratspräsident Ulrich Vischer zitieren.

Und CEO Bernd Stadlwieser ergänzt: «Wir arbeiten seit Wochen intensiv an der Stabilität des Unternehmens.» Zugleich werde aber auch mit Hochdruck an der Umsetzung der in den vergangenen Monaten eingeleiteten Strategie gearbeitet. Die Entwicklung von klassischen Messe- und Eventformaten zu «Plattformen und Communities» habe nun noch grössere Dringlichkeit. «Sie ist auf die Zeit nach der Coronakrise ausgerichtet und wird deshalb intensiv vorangetrieben», sagt der CEO.



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